Zum Hauptinhalt springen

Für eine liebevolle Geburtskultur

Geburts-ABC   A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  Z

Abnabeln zum rich­ti­gen Zeit­punkt

Wann soll – kann – darf die Nabelschnur durchtrennt werden?

Seit es eine neue Leitlinie gibt, kann die Mutter/sollen die Eltern entscheiden, wann abgenabelt wird. Dieser besondere Moment ist für die Eltern wichtig. Für das Kind bestehen gesundheitliche Vorteile, wenn es sein gesamtes Blut nach der Geburt in sich aufnehmen kann. Das ist mindestens ein Drittel mehr gegenüber früh abgenabelten Kindern. Wenn Sie als Eltern sich nicht ausdrücklich für ein Auspulsieren entscheiden, kann es sein, dass die Klinik kurz nach der Geburt abnabelt. Es dauert individuell unterschiedlich lange, bis die Nabelschnur eines neugeborenen Kindes auspulsiert ist. 5-7 Minuten oder länger kann es dauern.
GreenBirth Fachleute haben eine Audiodatei zum Thema Abnabeln erstellt und bei YouTube veröffentlicht (4 Min.).

Das Baby entwickelt sich 9 Monate lang durch die Nährstoffe im Blut seiner Plazenta und Nabelschnur. Das Blut ist sauerstoffreich, weil die Mutter atmet und so das kindliche Blut optimal mit Sauerstoff angereichert ist. Die Blutgruppen von Mutter und Kind unterscheiden sich in den allermeisten Fällen. Der Sauerstoffgehalt im kindlichen Kreislauf hängt u. a. von gesunder Ernährung der Mutter, ihrer Bewegung und gesunder Luft ab. Kinder von Raucherinnen sind bezüglich des Wachstums nachweislich benachteiligt (geringere Größe und Gewicht). 
abnabeln wenn auspulsiertMit dem Abnabeln verbunden ist der Übergang in die selbstständige Lungenatmung des Babys. Um für den Übergang sicher versorgt zu sein, pumpt das Baby sein eigenes Blut aus Plazenta und Nabelschnur in seinen Körper hinein. Ist der Vorgang beendet, wirkt die Nabelschnur weiß und schlaff. Sie hat "auspulsiert". Dadurch ist eine gute Sauerstoffversorgung und ein höheres Geburtsgewicht Ihres Kindes in der Startsituation sichergestellt.

Es wird in Zeitschriften, bei Messen und in Arztpraxen dafür geworben, das Blut des Kindes zu spenden oder gegen Geld für evtl. spätere Nutzung einzulagern. Eltern wissen meist nicht, dass dem Kind dadurch in der Geburtssituation mindestens 1/3 seines Gesamtblutes verloren geht.
Das entspricht einer Blutspende, die bei Personen unter 50 kg Körpergewicht und unter 18 Jahren untersagt ist (DRK Blutspende).
Die Bedeutung des kindlichen Blutes in der Startsituation ist unbestritten.
Die Werbung, Plazenta und Nabelschnur (die Menge des darin enthaltenen Blutes wird nicht genannt) zu spenden, statt mit dem klinischen Abfall zu entsorgen, verschweigt, dass sowohl das Blut wegen der Stammzellen als auch die Plazenta wegen ihrer wertvollen Beschaffenheit vermarktet werden können. Sowohl die Stammzellforschung als auch die Kosmetikindustrie sind daran interessiert.
In der Broschüre „Sanft und sicher versorgt auf die Welt kommen mit dem Blut aus Plazenta und Nabelschnur“ gehen wir den Fragen nach dem besten Zeitpunkt des Abnabelns aus kinderärztlicher, geburtshilflicher und kinderrechtlicher Sicht nach.
Mitgearbeitet haben u.a.: Iris Eichholz, Hebamme - Erika Feyerabend, Sozialwissenschaftlerin - Olivia Heiss, Hebamme - Prof. Dr. Sven Hildebrandt, Gynäkologe - Prof. Dr. Otwin Linderkamp, Neonatologe und ein Kinderrechtsexperte.

Gedruckt können Sie die Broschüre bestellen unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Schutzgebühr 1,00 €.
09/2026

Für die, die nach uns kommen ❤️
W2026 Greenbirth 4ir setzen uns für eine liebevolle Geburtskultur ein. Wir informieren Eltern unabhängig, fachlich fundiert und aus Überzeugung – für heute und auch für künftige Generationen. Unsere Arbeit ist ehrenamtlich, aber es entstehen Kosten, z. B. durch Reisen, Tagungen, geringfügige Entgelte, Printmedien, Versand und Erstellung und Pflege dieser Homepage.
Mit Ihrer Mitgliedschaft ab 30 € im Jahr oder einer Spende helfen Sie, diese wichtige Arbeit fortzuführen. Gemeinsam können wir etwas bewahren, bewegen und weitergeben. Danke, wenn Sie dabei sind!

© 2009–2026 GreenBirth e. V.