Fehler bei ET-Berechnung

Kann durch Sonografie (Ultraschall) der ET bestimmt werden?

Den Geburtstermin zu kennen ist für werdende Eltern wichtig. Es ist aber nicht allein die Technik, die an ihre Grenzen kommt. Die individuelle Reifungszeit des Babys ist die große Unbekannte. Eine Studie belegt, dass bis zu 37 Tagen unterschiedlicher Reifungszeit vorkamen. Darum ist es sinnvoll, an einen Geburtszeitraum zu denken und z. B. vom ET plus/ minus 14 Tagen zu sprechen.

Die erste Ultraschall-Untersuchung dient oft dazu, den errechneten Geburtstermin (ET) zu fixieren. Dabei scheint vergessen worden zu sein, dass Frauen selbst, Hebammen und Ärztlnnnen genügend Merkmale kennen, um eine Schwangerschaft zu bestätigen (z. durch den Hormontest) und um den ET als Mittelwert zu errechnen.
Es gibt Beschwerden, bei denen der Ultraschall als Diagnoseinstrument eine Berechtigung hat. Um den Geburtstermin zu errechnen (ohnehin nur der Mittelwert eines Zeitraums von 5 Wochen) empfehlen wir den Ultraschall nicht, wegen vorhandener Alternativen und weil die Zellen des winzigen Kindes in den ersten drei Monaten besonders verletzlich sind.

Ulrich Wieland, Dipl. Ing. und Prof. Dr. Sven Hildebrandt, Gynäkologe, weisen mit dieser Studie nach, dass die Ermittlung des ET mit Ultraschall fehlerhaft ist.

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05/2021