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ET Arztkonsil juristische Aspekte

Die exakte Bestimmung des Geburtstermins bleibt schwierig

Das technische Mittel des Ultraschalls kommt an seine Grenzen, s. (unter U Ultraschall Geburtstermin Technik)
Die Tabellenberechnung, die von der letzten Regel der Frau ausgeht, ist ebenfalls fehleranfällig, da der Zyklus der Frau schwanken kann, z. B. weil es hormonelle Ausnahmesituationen geben kann, weil die Hormonwirkung der Pille unter bestimmten Bedingungen nicht 100 % sein kann, weil frühe Blutungen irritieren können.
Eine jüngste Studie weist nach, dass eine Schwankungsbreite von 37 Tagen bis zur Geburtsreife eines Kindes besteht. Daraus folgt, dass es klüger zu sein scheint, von einem Geburtszeitraum zu sprechen, als sich auf ein Datum zu fixieren.

Schwangere Frauen müssen sich zwar von der Hebamme, die sie außerklinisch begleiten wird, darüber aufklären lassen, dass sie gehalten sind, sich zur 41. Woche +/- 2 Tage bei einem Facharzt/einer Fachärztin vorzustellen. Diese/r könne dann besser als die Hebamme und die Frau selbst beurteilen, ob die Frau außerklinisch ihr Kind zur Welt bringen könne oder nicht.Diese Regelung verstößt gegen Elternrechte und das Hebammenberufsrecht.

Frauen können sich immer auf das Grundgesetz berufen, Artikel 2,2. Dort wird festgehalten, dass jeder Mensch für seine eigene Gesundheit selbst verantwortlich ist.  Auch gibt es keine wissenschaftliche Untersuchung, die den Nutzen solch einer Untersuchung beim Facharzt/Fachärztin belegen könnte.
Konkurrenzen zwischen Ärztlnnen und Hebammen tangieren hier Elternrechte.

Der langjährige Familienrichter und Kinderrechtsexperte des Landes NRW Dr. Reinald Eichholz wurde von GreenBirth konsultiert. Er erklärt mit wenigen Sätzen, welche Rechtsverletzungen mit dem Zwang verbunden wären, wenn sich eine schwangere Frau rund um den ET einem Facharzt vorzustellen hätte. Diese Stellungnahme wurde an die Varhandlungsparteien gesandt ohne dass diese auf diese Expertise bisher reagierten.
Eltern können die Argumente gern für eigene Zwecke verwenden.

Errechneter Geburtstermin, juristische Aspekte

06/2021