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Wir hatten uns schon ein Krankenhaus mit Kinderklinik und bestausgestattetem Kreißsaal angeschaut, als ich zu zweifeln anfing, ob mein Kind dort zur Welt kommen sollte

Gerade Erstgebärende wissen häufig gar nicht, dass es die Möglichkeit einer Hebammenbetreuung gibt. So war es bei uns und die ersten zwei Drittel meiner Schwangerschaft wurden fachkundig und intensiv gynäkologisch betreut, eine Hebammenbetreuung sprach meine Frauenärztin gar nicht an.

Pränatale Diagnostik hingegen war durchaus ein Thema und wurde uns als werdenden Eltern empfohlen. Bei dieser Untersuchung, für die wir uns entschieden hatten, sahen wir in der Tat tolle Ultraschallbilder und das Ultraschallergebnis war überaus beruhigend. Zusätzlich gäbe es jedoch eine Blutuntersuchung, bei der festgestellt wurde, dass ein Hormonwert ungewöhnlich hoch sei, was ein möglicher Hinweis auf eine Behinderung sein könnte. Dies sei jedoch sehr unwahrscheinlich, führte der betreuende Arzt aus. Das Ergebnis beunruhigte mich dennoch wochenlang und erwies sich letztendlich zum Glück als völlig bedeutungslos.

Durch den Besuch des Geburtsvorbereitungskurses kamen mein Mann und ich per Zufall in den Kontakt mit einer außergewöhnlichen Frau, die unsere Hebamme werden sollte. Wir hatten uns schon ein Krankenhaus mit Kinderklinik und bestausgestattetem Kreißsaal angeschaut, als ich zu zweifeln anfing, ob mein Kind dort zur Welt kommen sollte.

Wir konnten die Entscheidung schließlich offen lassen, schauten uns das nahe gelegene kleinere Krankenhaus an, in dem meine Hebamme auch Beleghebamme war und sprachen außerdem intensiv über die Möglichkeit einer Hausgeburt. Ich konnte somit bis zur Geburt wählen, so ich entbinden wollte.

Als der sogenannte Stichtag näher rückte und Verwandte und Bekannte beinahe täglich wissen wollten, ob denn das Kind noch nicht da sei und mir meine Frauenärztin ans Herz legte am Stichtag auf jeden Fall das Krankenhaus für eine Untersuchung aufzusuchen, legte ich alle weiteren Untersuchungen in die Hand meiner Hebamme. Diese Treffen und Untersuchungen gaben mir meine Ruhe zurück, denn ich war mir sicher, dass mit meinem Kind alles in Ordnung war.

Fast zwei Wochen nach dem Stichtag und ohne Anzeichen einer Übertragung kam unsere Tochter schließlich zu Hause zur Welt. Wir denken heute mit Freude an die Nacht der Geburt zurück und konnten die ersten Stunden und Tage mit unserer Tochter in vollen Zügen genießen. Es war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten!

Sonja Kremer

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Ein Vater zur aktuellen Situation der Geburtshilfe durch Hebammen:

Von unseren 3 Kindern wurden 2 im Geburtshaus und eines zu Hause unter kompetenter Hebammenbetreuung geboren. Diese wunderbaren Momente hätte ich mir in keinem Krankenhaus vorstellen können. Unsere Hebamme hatte uns bei Vorsorge, Geburt und Wochenbett begleitet. Und das soll nun nicht mehr möglich sein? Geburten nur noch in großen Kliniken? Schwangerschaft als Krankheit? Geburten nur noch im Akkord möglichst effizient? Eine 16-stündige Geburt wegen Schichtwechsel nur noch mit 3 verschiedenen und überlasteten Hebammen nacheinander, die dann gleichzeitig noch mehrere andere Schwangere betreuen müssen? So macht man doch die neuen Menschen nicht mit der Welt bekannt...

Name ist dem Vorstand bekannt.

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Mit dem Zug zum Geburtshaus...

In der Nacht bekomme ich leichte Wehen, ca. 1x pro Stunde. Gegen Morgen habe ich immer noch leichte Wehen, jedoch im 10-Minuten-Takt. Nach dem Heiße-Dusche-Test werden sie weniger, wieder ca. 1-2x pro Stunde. Gegen 17 Uhr setzte die Wehen wieder regelmäßiger ein und werden leicht stärker.

Ich gehe nochmal einkaufen, die Reste besorgen, die Matthias mit Mica nicht mitgebracht hat, da Mica ihn beim Einkaufen wahnsinnig gemacht hat (wie Zweijährige halt sind!).

Ich koche uns was, Matthias backt einen Käsekuchen.

Wir sitzen beim Essen, die Wehen werden stark, so dass ich sie im Stehen veratmen muss (alle 7-10 Minuten). Wir essen noch zu Ende, packen die letzten Sachen in den Koffer, rufen die Geburtshaus-Hebamme an, dass wir jetzt kommen.

Wir schalten den Backofen aus und fahren mit dem Zug um 18:59 Uhr nach Altona. Kleiner Fußmarsch zum Geburtshaus, Wehen sind stabil bei 7-10 Minuten.

Kaum im Geburtshaus angekommen, werden die Wehenabstäde länger!!! Ich habe Fruchtwasser-Ausfluss, jedoch wohl schon seit 2-3 Tagen. Ich dachte, es wäre nur rosa Schleim, durch die Senkung. Die Fruchtblase steht jedoch noch, es ist wohl nur ein kleiner Spruing im oberen Bereich, also keine große Infektionsgefahr. Meine Temperatur ist normal.

Nach CTG und Muttermund ca. 2-3 cm, trinke ichnoch eine Tasse Eisenkrauttee. Dann werden Matthias und ich mit Mica im Kinderwagen auf einen Spaziergang geschickt. Mica hat sich gleich auf die Seite gedreht und ist ins Land der Träume verschwunden.

Meine Wehen wurden wieder besser und wir mussten beide dringend mal pieschern, es wurde auch kalt draussen. Da das Aufhalten ja nicht wehenfördernd ist, sind wir zurück ins Geburtshaus.

Wir musste nicht mehr raus gehen, Mica wurde im 2. Geburtszimmer ins Bett gelegt, ohne aufzuwachen. Aus Spass hänge ich mich mal mit den Armen in die Schlaufen von zwei Seilen, die von der Decke herunter hängen, um Matthias das mal vorzuführen und habe prompt die heftigste Wehe überhaupt.

Die Wehen bleiben jetzt richtig heftig, ich habe schon keine Lust mehr. die zweite Tasse Eisenkrauttee trinke ich lieber nicht mehr. Mir wied leicht schwindelig, also esse ich meinen lang ersehnten Schoko-Nuss-Riegel (darauf habe ich mich schon die ganzen Wochen gefreut - habe mir vorgenommen ihn erst zur Geburt zu vernaschen und nicht schon vorher aus dem Koffer zu holen). Irgendwie kann ich ihn gar nicht genießen. 10 Minuten später muss ich mich übergeben.

Die Hebamme schlägt vor, vielleicht mal in die Wanne zu gehen, was ich dann auch mache. Mal sitze ich wie auf dem Sofa, mal vorn übergebeugt, mal ein Bein seitlich aufgestellt, fast immer halte ich mich an einem von der Decke hängenden Seile fest.

Ich muss pressen! Ich bekomme homöopathische Kügelchen für meinen Damm. Ab jetzt fühle ich mich zeitweise wie im falschen Film. Irgendwie funktioniere ich nur noch, lasse einfach alles über mich ergehen. Die Hebamme hat mir später gesagt, mein Körper hat mich mit Hormonen vollgedröhnt und meine Abwesenheit wäre völlig normal gewesen.

Ich frage fast nach jeder Wehe, ob es gleich rauskommt. Die Hebamme empfiehlt mir, ruhig noch mehrere Wehen zu haben, statt stark zu pressen, da es besser für den Damm ist. Das war nicht die Antwort, die ich hören wollte! Schließlich habe ich es dann doch noch überlebt, und unsere süße Tochter um 1:39 Uhr geboren!

Kaum lag sie auf meinem Bauch, war aller Stress wie weggeblasen, nur noch Freude, Entspannung und Ruhe. Ich bekomme Arnika-Kügelchen gegen eventuelle Blutergüsse. Wir hatten bis auf die Plazentageburt, Dammriss nähen (kleiner DRII) und Duschen die ganzen 4 Stunden mit unserer Kleinen allein Zeit. Kurz bevor wir dann nach Hause aufgebrochen sind, wurde Linnea noch genauer angesehen, gewogen, ein Fußabdruck gemacht und Vitamin K gegeben. Dann haben wir Mica wach gemacht und sind mit dem Taxi nach Hause gefahren. Dort hat schon der frisch gebackene Käsekuchen gewartet, den wir dann zur Feier des Tages auch gleich angeschnitten haben.

Anja Ohmes mit Linnea Joyce

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Frau G. erlebt eine problemlose Geburt im Krankenhaus mit Beleghebamme.
Der Bericht wirft ein Licht auf die Abrechnungspraxis bei Privatpatientinnen.

Ich war bei einer freiberuflichen Hebamme, die sowohl Hausgeburten, Geburten im Geburtshaus und Geburten in der Klinik unterstützt. Ich habe mich für eine Klinikgeburt mit "meiner" Hebamme entschieden. Es war meine erste Geburt, die dank der hervorragenden Vorbereitung durch die Hebamme nur 5 Stunden dauerte.

Da ich zum Zeitpunkt der Geburt privat versichert war, "musste" der Oberarzt bei der Geburt anwesend sein. Ich hätte auf ihn gut verzichten können: er hat lediglich zugeschaut wie die Hebamme die Arbeit machte und hat mich hinterher genäht. Meine Hebamme meinte, das Nähen wäre nicht notwendig gewesen, es wäre auch so verheilt. Der Oberarzt ist sofort nach dem Nähen wieder verschwunden. Meine Hebamme hat uns dann 2 Stunden nach der Geburt, um 24:00 Uhr, erlaubt nach Hause zu fahren, alles war in bester Ordnung. Ein paar Tage später erhielt ich dann die Rechnung vom Krankenhaus: zweimal 1.500 € für zwei Übernachtungen im Krankenhaus. Auf Nachfrage gab man zu, dass man sich bei der Rechnung "vertan" hätte, schließlich musste ich dann nur eine Übernachtung bezahlen. Ich stellte mir vor, die Rechnung wäre direkt an eine Krankenkasse gegangen, der wäre sicherlich nicht aufgefallen, dass hier doppelt abgerechnet wurde...

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