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9.1-Literatur

 

Schmid-Altringer, Stefanie: “Schwanger ab 35” - GU-Ratgeber Kinder

  1. Mit diesem Buch ist es der Allgemeinmedizinerin Dr. med. Schmid-Altringer hervorragend gelungen, werdenden Müttern ab 35 Jahren Mut zu machen, sich nicht von der heutigen Schwangerenüberwachung und Pränataldiagnostik verunsichern zu lassen. Stattdessen ermutigt sie Frauen, ihren natürlichen eigenen Kräften und Gefühlen zu vertrauen und sich gut informiert und „aktiv“, was die Geburtsvorbereitung und die Geburt selbst betrifft, „der guten Hoffnung und dem Optimismus in sich viel Raum zu geben“ (S.9ff).

    Als betroffene Schwangere und Spätgebärende fühle ich mich in diesem Buch in meiner Denkwelt angesprochen und in meiner Lebenssituation als Frau mit Lebens- und Berufserfahrung ernst genommen und einfühlsam begleitet. Ich werde detailliert über die Schwangerenvorsorge in medizinischer Hand sowie über Verfahren, Risikofaktoren und Entscheidungshilfen der Pränataldiagnostik aufgeklärt und gleichzeitig daran erinnert, dass die „magische Grenze“ (S.15) ab 35 als Altersrisiko in der pränatalpsychologischen Forschung längst „überholt“ (S.15) ist. Die Autorin unterstreicht vielmehr das Argument, dass es viel entscheidender ist, wie gesund die Frau ist und wie sie sich verhält.

    Sie gibt Tipps wie man typischen Schwangerschaftsbeschwerden gezielt begegnen /vorbeugen kann, besonders auch mit Hilfe der Naturheilkunde (S.118f), zum Beispiel mit Osteopathie bei Rückenschmerzen, mit entspannenden Unternehmungen und durch die Arbeit „mit inneren Bildern“(S.117).

    Das Interview mit der Hebamme Monika Brühl im Geburtshaus Bonn zeigt, wie wichtig und hilfreich eine Begleitung der Schwangeren durch eine vertraute und kompetente Hebamme sein kann.

    Wissenschaftlich fundiert und gut recherchiert mit interessanten Details und internationalen Vergleichen gibt dieses Buch Auskünfte über sämtliche Themen rund um die Schwangerschaft ab 35 und lässt die LeserIn auf den letzten Seiten ihres Buches noch einen „Blick auf das Leben mit Kind“ (S.120ff) werfen.      

                                                                
    Kerstin Janetzko

 

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