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Studien zu pränatalem Stress

Seit einigen Jahren wird mütterlicher Stress und seine Wirkung auf das Kind vor der Geburt vermehrt beforscht. Nachwirkungen von schicksalhaften Naturkatastrophen, denen Mütter und ihre ungeborenen Kinder ausgesetzt waren, kommen in den Blick, aber auch familiärer oder durch Arbeit oder Krankheit bedingter Stress. Als besonders belastend sind identifiziert worden: Depressionen, Ängstlichkeit, Partnerprobleme, der Tod eines Kindes oder des Partners, schwerer Unfall und schicksalhafte Katastrophen wie Erdbeben, Feuer- und Überschwemmungskatastrophen.

Jede vierte Schwangere, so die Untersuchungen, leidet unter Stress. Die Folge ist, dass sich bei gestressten Müttern das Risiko zu Frühgeburten verdoppelt, dass sie doppelt so häufig Schreibabys haben, Schlafstörungen bestehen und ADHS diagnostiziert werden musste, als bei nicht gestressten Schwangeren. Auch Lernprobleme, die bei Jungen häufiger entstehen als bei Mädchen können wissenschaftlich belegt werden. Als besonders prägsam werden die 12. – 25. Schwangerschaftswoche identifiziert, die für das Erleben der Kinder vor der Geburt offensichtlich hoch bedeutsam sind.

Prof. Dr. Otwin Linderkamp, Heidelberg, Neonatologe, hielt beim 18. Internationalen Kongress der ISPPM im Oktober 2008 einen Vortrag, in dem er aktuelle Studien über pränatalen Stress und seine Folgen referierte. Der Vortrag wird 2009 im Mattes Verlag Heidelberg veröffentlicht.

Während der letzten zehn Jahre wurden zahlreiche Studien veröffentlicht, die eindrucksvoll belegen, welche Bedeutung Erfahrung für die normale vorgeburtliche Gehirnentwicklung hat. Neue Arbeiten haben überdies gezeigt, dass sich mütterlicher Stress ungünstig auf die Entwicklung des Kindes auswirken kann. Über 20 Beobachtungsstudien an gestressten Müttern und ihren Kindern zeigten, dass vorgeburtlicher Stress das Risiko der Kinder zu Störungen der Intelligenz, des Gedächtnisses, zu Sprachverzögerungen und Verhaltensproblemen wie Aufmerksamkeitsdefizit (ADHD) und Ängstlichkeit und sogar zu psychiatrischen Erkrankungen (Depression, Borderline-Persönlichkeit, Schizophrenie und Drogenmissbrauch) erhöht.“

Den ganzen zusammenfassenden Text finden Sie hier, Bitte geben Sie auf der Suchleiste den Autor Otwin Linderkamp ein.

 

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