
Wenn familiäre Hilfe nicht möglich ist, sollten Sie über eine stundenweise Hilfe nach der Geburt nachdenken, besonders ab dem zweiten Kind, bei schweren Geburten oder Mehrlingen.
Hebammen sind in der Nachsorge tätig. Sie kommt in ersten 10 Tagen nach der Geburt täglich, danach stehen den Frauen/Familien bis zum Ablauf der 8. Woche noch 16 weitere Beratungen (telefonisch oder Hausbesuche) zu. Sie leitet zum Handling und zur Babypflege an, führt Gespräche über Partnerschaft und Bedürfnisse des Babys, kontrolliert und fördert Rückbildungsvorgänge bei der Mutter, bietet Wochenbettgymnastik an und beobachtet das Gedeihen des Babys.
Mütterpflegerinnen gibt es in einigen Gegenden Deutschlands. Erkundigen Sie sich hier.
Abgerechnet wird mit der Krankenkasse.
Wellcome ist eine Initiative, die inzwischen ein bundesweites Netz aufgebaut hat. Sie zahlen 4,- € pro Stunde an die Trägerin, meistens Familien-Bildungsstätten. Die Frauen selbst arbeiten ehrenamtlich zweimal die Woche für einige Stunden. Sie wurden für diese Arbeit ausgewählt und fortgebildet.
Betreuungsmöglichkeiten für Kleinstkinder - vor der Geburt andenken
Elternzeit für den Vater
Die Zeit mit Ihrem Kleinstkind zu verbringen, ist schön und sie weckt Verständnis für diese früheste von uns allen erlebte Lebensphase in Abhängigkeit von den wichtigsten Bezugspersonen. Sie wachsen da hinein. Durch diese Aufgabe vertieft sich die Verbindung Ihres Kindes zu Ihnen lebenslang. Sie finden vermehrt Väter, die es Ihnen gleich tun.
Tagesmütter
Das können sehr geeignete Frauen sein, die sich Eltern anbieten und die Kinder in privaten Räumlichkeiten betreuen. Adressen bekommen Sie vom Jugendamt. Die Qualität der Betreuung kann sehr unterschiedlich sein. Es wird nicht überall eine pädagogische Qualifizierung verlangt. Sie sollten sich ausführlich mit der Tagesmutter unterhalten und sich rechtzeitig einen persönlichen Eindruck verschaffen.
Krippenbetreuung – Zeit zum Eingewöhnen
Kleine Kinder können sich bei fremden Betreuungspersonen wohl fühlen. Was sie nicht verkraften, sind zu schnelle Übergänge. Kinder brauchen unterschiedlich Zeit, sich an neue Gesichter, Gerüche, Stimmen und Räumlichkeiten zu gewöhnen, damit sie sich sicher fühlen. Schon 1985 wurde in Berlin ein Forschungsprojekt durchgeführt zur Eingewöhnung von Kindern in die Krippe. Kinder, die nicht genug Zeit zur Eingewöhnung bekamen, fehlten in 7 Monaten bis zu viermal länger durch Krankheit. Sie konnten deutlich weniger Gebrauch von den Angeboten in der neuen Umgebung machen weil sie ängstlicher waren als die Kinder der Vergleichsgruppe.1
1 Hans-Joachim Laewen, Beate Andres, Eva Hedervari: Ohne Eltern geht es nicht. Cornelsen Verlag Berlin 2007, S.34.


e.V.