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Kaiserschnittentbindung

Wenn der Kaiserschnitt aus irgend einem Grund unumgänglich ist, können Sie doch einiges für sich und das Baby tun, um die Folgen für das Baby und für sich abzumildern.

Wenn Kinder schon vor der Geburt auf die Trennung von der Mutter vorbereitet werden müssen (z. B. bei einer Adoption), werden Mütter angehalten, mit ihrem ungeborenen Kind zu sprechen und sich von ihm zu verabschieden.

  1. Das Sprechen zum Kind schon vor der Geburt hat sich auch zur Vorbereitung auf einen  Kaiserschnitt sehr bewährt.
  2. Vielleicht spannen Sie eine Verbindung von Herz zu Herz, z. B. ein rotes oder goldenes Band. Das können Sie sich rechtzeitig vor dem Termin immer wieder bildlich vorstellen und damit das Kind auf die andere Geburt vorbereiten. Später können Sie Ihrem Kind davon erzählen und es wird wissen, dass Sie mit ihm verbunden waren.
  3. Manche Hebammen empfehlen Rescue-Tropfen. Sie können sich danach erkundigen.
  4. Klären Sie unbedingt im Gespräch mit dem Geburtsteam, wie es für das Kind nach dem Kaiserschnitt weitergeht. Das Baby könnte z. B. dem Vater unmittelbar überreicht werden, wenn die Mutter nicht in der Lage ist, z.B. bei einer Vollnarkose. Erfragen Sie, wann Sie das Kind bekommen werden, wenn Sie wach sind unmittelbar auf die Brust, wenn Sie und das Kind fit sind? Im OP-Raum? Wo kann der Vater zur Zeit der OP sein, wenn er nicht anwesend sein will oder darf?
  5. Manche Operateure lassen die Väter mit in den OP-Raum. Das muss der Vater natürlich auch wollen.
  6. Die Narkosemöglichkeiten sollten Sie gut abwägen. Bei einer spinalen Betäubung ist der Kontaktabbruch zum Kind nicht so gravierend wie bei einer Vollnarkose.
  7. Beachten Sie auch, dass die Wehen vom Kind veranlasst werden und ein Reifezeichen sind. Lungenfachärzte konnten durch eine Untersuchung zeigen, dass Kinder im ersten Lebensjahr wesentlich weniger Atemwegserkrankungen haben, wenn der Kaiserschnitt-Termin nahe am errechneten Geburtstermin liegt. Die Lunge sollte besser durch körpereigene natürliche Hormone reifen und nicht durch Medikamente.
  8. Wir legen Ihnen nahe, sich nicht auf eine Verkürzung der Schwangerschaft einzulassen und den Termin nicht dem Krankenhaus zu überlassen. Erfahrungsberichte zeigen uns heute, dass es Auswirkungen auf das Zeitgefühl später im Leben haben kann, wenn hier von außen eingegriffen wird.
  9. Ihr Kind sollte so früh wie möglich zum Stillen angelegt werden, denn die hormonelle Stimulation durch eine natürliche Geburt entfällt bei einem Kaiserschnitt ohne vorherige Wehen.Sie brauchen etwas mehr Geduld. Holen Sie sich Unterstützung durch eine Hebamme. Ist ein frühes Anlegen nicht möglich, ist es günstig, spätestens nach sechs Stunden das erste Mal mit einer Milchpumpe zu pumpen.
  1. Organisieren Sie sich Hilfe nach dem Krankenhausaufenthalt.
  2. Wir empfehlen einen osteopathischen Check nach dem Kaiserschnitt. In England und Frankreich ist das längst Standard.
  1. Beratung bei speziellen Fragen finden Sie unter www.kaiserschnitt-netzwerk.de

 

 

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