
So ist es. Das Kind meldet sich an, und Ihnen kommt der Zeitpunkt in die Quere. Vielleicht ist Ihre Partnerschaft noch nicht stabil genug für ein Kind, oder Sie sind mitten in der Ausbildung…
Eine Abtreibung haben Sie verworfen. Ihre Entscheidung steht jetzt, und Sie haben sich für das Kind entschieden. Sie werden das Kind bekommen und einen Weg gefunden haben, die Zukunft für sich und das Kind zu planen. Ein missglückter Start sagt nichts über das mögliche gute Ende.
Sich aktiv auseinandersetzen
Vor dem Hintergrund heutiger Kenntnisse um psychische Folgen für ein Kind, wenn es nicht geplant und/ oder nicht gewollt ist, raten wir Ihnen, mögliche Konflikte anzuerkennen, anzusprechen und zu bearbeiten: Das ist die beste Möglichkeit der Bewältigung. Je klarer Sie mit der Situation umgehen, desto einfacher ist es auch für Ihr Kind.
Hilfe in Anspruch nehmen
Es gibt Beratungsstellen, in denen Sie, wenn Sie wollen, von qualifizierten Gesprächsberaterinnen eine Zeit lang begleitet werden.
Es gibt bei Bedarf finanzielle Unterstützung und weitere Hilfen bis hin zu Adoptionsvermittlungen.
Sie müssen mit Ihrer Situation nicht allein fertig werden, vor allem nicht, wenn Sie Alleinerziehende sind.
Die Herausforderung des Lebens annehmen
Bedenken Sie: Ihre Befindlichkeit teilt sich dem wachsenden Kind mit. Darum sollte es Ihre Hoffnung und Ihre Zuversicht, dass Sie die Schwierigkeiten bewältigen, spüren dürfen. Das ist die beste Lebensgrundlage für Ihr Kind. Es würde ja mitbekommen, dass Sie sich der Herausforderung des Lebens stellen. Das bedeutet Stärke und vermittelt dem Kind Kraft, sich im Leben durchzukämpfen.
Sollten Sie sich für vorübergehende Fremdbetreuung oder eine Adoption entscheiden, können Sie Ihr Kind bereits vor der Geburt darauf vorbereiten. Das klingt unglaublich, ist aber möglich und erleichtert auch dem Kind den Abschied, wie Erfahrungen zeigen.
Das Kind kann nichts dafür, dass es jetzt und nicht später kommt.
Holen Sie sich Hilfe, dann geht es Ihnen und Ihrem Kind besser, und Sie können zu Gelassenheit zurückfinden. Ein unglücklicher Start sagt nichts über das mögliche gute Ende.
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